Zähne

Zwei Jungen mit Basballcaps. Jener im Hintergrund mit geschlossenem, verzogenem Mund, der Junge im Vordergrund streckt den Arm aus und zeigt beim Grinsen all seine Zähne.

Der Mensch verfügt normalerweise über insgesamt 32 gesunde Zähne. Werden diese nicht gepflegt, so hat es Konsequenzen in vielerlei Hinsicht.

Mit den Zähnen wird Nahrung ergriffen, zerkleinert und zermahlen - sie sind zentrale Werkzeuge der Ernährung und damit des Überlebens. Aber nicht nur diese Tatsache unterstreicht die Wichtigkeit gesunder Zähne: Für Kommunikation und Sprache (insbesondere die Bildung des S-Lautes) ist ein gesundes Gebiss Voraussetzung.

Schadet Zähneputzen meinen Zähnen?

Zahnerosionen und Karies entstehen nicht durchs Zähneputzen sondern durch säure- und zuckerhaltige Nahrungsmittel.

Säuren lösen unseren Zahnschmelz auf. Trinken wir zu viel säurehaltige Weine oder Fruchtsäfte, so haben wir bald Zahnerosionen. Diese bieten einen perfekten Boden für die Besiedelung mit Bakterien.

Von Zuckern ernähren sich Bakterien, die Karies (Löcher, Zahnfäule) verursachen. Diese Zucker kommen in vielen Nahrungsmitteln sogar natürlich vor (zum Beispiel Fruchtzucker). Aber schädlicher für unsere Zähne sind die industriell hergestellten Zucker (Raffinadezucker), weil sie in viel grösseren Mengen konsumiert werden und oft in Nahrungsmitteln versteckt sind.

Es sind also bestimmte Nahrungsmittel die den Zahnbelag angreifen und nicht das Zähneputzen. Nach dem Essen sollte aber eine halbe Stunde mit der Zahnreinigung gewartet werden, weil die in der Nahrung vorhandenen Säuren den Zahnschmelz weich und verletzbar machen. Danach müssen die Nahrungsreste und Zucker weggeputzt werden. Am besten drei Mal täglich.

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Also, was können wir für gesunde Zähne tun?

Putzen mit fluoridhaltigen Zahnpasten! Zahnbürsten sollten alle drei Monate ausgetauscht werden. Wenn die Borsten verbogen sind, reinigen sie nicht mehr gut.

Werden die Zahnzwischenräume täglich durch Zahnseide gereinigt, so können sich dort und in den Zahnfleischtaschen keinen Nahrungsreste und Bakterien verstecken.

Ein- bis zweimal pro Jahr sollte eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Bei dieser Gelegenheit kann der Zahnarzt auch gleich noch eine Kontrolle machen.

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Zahnerkrankungen

In unserer Mundhöhle befindet sich ein empfindliches Gleichgewicht von Bakterien - diese können Infektionen verursachen.

Karies

Karies ist eine Infektionskrankheit, welche durch Bakterien verursacht wird. Die Mundhöhle des ungeborenen Kindes ist zunächst noch steril. Innerhalb von kurzer Zeit entwickelt sich aber eine natürliche Bakterienflora, ähnlich der von Erwachsenen. Die Übertragung der Erreger erfolgt durch Speichelkontakt zum Beispiel beim Küssen, gemeinsamen Benutzen von Geschirr, Husten.

Die Bakterien ernähren sich von Zucker. Diese Nahrungsquelle entziehen wir ihnen, wenn wir Zähneputzen. Machen wir das nicht, können wir Löcher bekommen.

Vom gesunden Zahn zum Loch

Als Kariesvorstufe bilden sich zuerst Entkalkungen. Diese sind als weisse Flecken erkennbar. Karies, welches sich nur auf den Schmelz begrenzt, muss nicht in jedem Fall behandelt werden. Der Zahnschmelz kann noch remineralisiert werden: durch geeignete Fluoridierungsmassnahmen, Zähneputzen und eine Änderung der Ernährung.

Wird eine Karies im Anfangsstadium nicht gezielt remineralisiert, so dringt sie in das Innere des Zahnes vor. Zu diesem Zeitpunkt muss gebohrt und das Loch gefüllt werden, sonst breitet sich die Infektion über den Zahnnerv und die Zahnwurzel bis in den Kieferknochen aus.

Parodontitis - was ist das?

Bakterieller Zahnbelag führt zuerst zu oberflächlichen Entzündungen des Zahnfleischsaumes. Es kann schmerzhaft anschwellen und eine Rötung zeigen. Ein dezenter Hinweis können aber auch lediglich wiederkehrende Blutungen beim Zähneputzen sein. Breitet sich die Entzündung in den nicht gereinigten Zahnfleischtaschen aus, so geht sie auf den Kieferknochen über und führt zu einem Abbau des Zahnhalteapparates – dies wird als Parodontitis bezeichnet.

Was wir sehen ist rückgängiges Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse bis hin zu Zahnlücken, nachdem die Zähne ausgefallen sind.

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